Jorg Weber eBooks
eBooks di Jorg Weber editi da Disserta Verlag
Im Reich der okkulten Bewußtseinslehre. Band 2. Vakanz der Offenbarung und theologischer Mythos. E-book. Formato PDF Jörg Weber - Disserta Verlag, 2026 -
Mit der Tiefenpsychologie Luthers vom affectus sibi ipsi compatiendi in Ansehung des Leidens Christi für den Sünder nimmt die Reformation die Vakanz der Theologie, die sie selbst herbeiführt, in Besitz, um damit die wissenschaftstheoretischen Grundlagen zu schaffen für den Legitimitätsanspruch einer leviathanischen Moderne. Dadurch jedoch erfährt die vom Mönchtum getragene interne Gnosis des esoterischen Wesens des Christentums ihre radikale Verdrängung, wodurch der Moderne selbst die Bewußtseinsentwicklung zum okkulten Menschen unmöglich gemacht wird, der allein Träger einer Jüngerschaft Jesu im Geiste des Evangelium aeternum sein kann. Eben diese Tatsache aber lässt die Genealogie der laikalen Moderne zum Gegenstand einer vernichtenden Kritik werden, die das Werk der okkulten Bewusstseinslehre ist. Erst durch den Sturz der Souveränität des sich als Sünder gerechtfertigt glaubenden laikalen Menschen der Moderne wird der Weg frei für das Aufrücken der Philosophie zum Okkulten der Offenbarung selbst, wie sich dies im Typus des letzten Philosophen andeutet, dessen offenbarungsgeschichtliche Bedeutung von Friedrich Nietzsche in einem Nachlassfragment vermerkt wird. Erst aufgrund der mythenbildenden Kräfte einer Philosophie der okkulten Erfahrung kann eine Religion sich in das Vakuum hinein bauen, welches der Vakanz der Theologie das Ende bereitet.
Die Theosophie des Dionysius Areopagita. Eine Einführung in die christliche Theosophie III. E-book. Formato PDF Jörg Weber - Disserta Verlag, 2017 -
Die Schriften des Corpus Areopagiticum sind beseelt vom Wurzelbewusstsein des esoterischen Christentums. Sie stehen in der uroffenbarungsgeschichtlichen Tradition einer prisca sapientia, die das verborgene Wesen des Christentums dem Menschen durch eine Geheimlehre zugänglich zu machen beabsichtigt. Die christliche Geistlehre des Dionysius steht damit aber in einem grundlegenden Spannungsverhältnis zur Theologie, die als „kanonisches Wissen von der Offenbarung“ den Hieratismus des kirchlichen Kultsystems selbst für „Mystagogie“, das heißt für das Arkanum des Christentums ausgibt. Nach Dionysius ist Mystagogie aber nur dann von göttlicher Herkunft, wenn die selbstentäußerte Gottheit des Logos sich als Antlitz Jesu im gottförmigen Nous des Mysten selbst inkarniert. Vergöttlichung ist Schau, die der Nous des Mysten von der in ihm fleischgewordenen Gottheit Jesu selbst aktuiert. Sie ist theosophische Erkenntnis der sich im Nous ereignenden Kenosis Jesu, die der Nous selbst macht, weil sie ganz seine ist. Die göttliche Arkanwissenschaft der Mysten Jesu wird von Dionysius in der Schrift „Über die mystische Theologie“ als die „Theosophie der Christen“ (MTh I, 1; 997 A) bezeichnet.