Karim eBooks

eBooks di Karim editi da Diplomica Verlag

EBOOK   9783836641586

Das Leben der Armen: Armut im Kontext der Lebensstilforschung. E-book. Formato PDF Karim Taibi   -  Diplomica Verlag, 2017  - 

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit der Frage, ob Arme eventuell eigenständige spezifische Lebensstile aufweisen, die sich von anderen Gesellschaftsgruppen unterscheiden. Im theoretischen Teil geht es um die Darstellung des Forschungsstandes in der Lebensstilsoziologie sowie der Armutsforschung.Zuerst wird die gängige Klassen- und Schichtforschung dargestellt. Die Konzepte stellen die bekanntesten Modelle der Sozialstrukturanalyse bzw. Ungleichheitsforschung dar. Schichtmodelle konzentrieren sich auf die vertikale Dimension der sozialen Ungleichheit. Kritisch angemerkt wird, dass Berufsprestige, Einkommen und Bildung als maßgebende Indikatoren, die sich ständig verändernden Lebensbedingungen in modernen Wohlstandsgesellschaften kaum adäquat beschreiben können. Die gesellschaftliche Pluralisierung bzw. die zunehmende Vielfalt der Lebensweisen können nicht allein anhand objektiver Merkmale analysiert werden.Daher werden anschließend neue Ansätze in der Sozialstrukturanalyse diskutiert. Darunter Milieu- und Lebensstilkonzepte. Kultur und Konsum gewinnen in Gesellschaften, die einen erheblichen Zuwachs an Wohlstand zu verzeichnen haben, an Bedeutung. Dargestellt werden die sozialen Milieus von Vester, die Sinus Milieus sowie die Erlebnismilieus von Schulze. Die Lebensstilkonzepte werden in Strukturierungs- und Entstrukturierungsmodelle differenziert. Der Entstrukturierungsansatz wird als grundlegendes Analysekonzept sozialer Ungleichheit beschrieben, dass soziostrukturellen Indikatoren kaum Bedeutung beimisst. Der Strukturierungsansatz hingegen stellt einen deutlichen Zusammenhang zwischen soziostrukturellen Indikatoren und der Gestaltung der individuellen Lebensweise her.Im Anschluss wird die Lebensstilforschung kritisch beleuchtet und konstatiert, dass eine umfassendes theoretisches und empirisches Gerüst in den meisten Ansätzen fehlt und das das sozialkritische Anliegen abhanden gekommen ist, wie es für die soziologische Ungleichheitsforschung im Grunde üblich ist.Im zweiten theoretischen Teil wird auf detailliert auf die Armutsforschung eingegangen und auch hier als besonders relevant herausgehoben, dass eine mehrdimensionale Betrachtung von Armut den wirklichen Lebensbedingungen näher kommt, als dies mit der eindimensionalen Betrachtung des Nettoeinkommens möglich wäre. Das Armutskonzept von Amartya Sen analysiert Armut anhand des Mangels an Einkommen, Gesundheit und Bildung, aber auch anhand der mangelnden sozialen, ökonomischen und politischen Chancen. Auf dieses Konzept bezieht sich auch das empirische Konzept der Untersuchung. Letztlich wird herausgearbeitet, dass Armut in den westlichen Industrienationen kein alleiniges Problem von Randgruppen mehr ist. Aufgrund der Globalisierung und der damit zusammenhängenden Transformationsprozesse auf den Arbeitmärkten (Ausweitung des Niedriglohnsektors, strukturelle hohe Erwerbslosigkeit, Umbau des Sozialstaates) sind immer Menschen auch aus der Mittelschicht von Armut betroffen.Da sich die Lebensstilforschung bisher nur unzureichend mit dem Thema ‘Armut’ beschäftigt hat, wird im empirischen Teil der Untersuchung anhand einer sekundärempirischen Untersuchung ermittelt, die sich auf das mehrdimensionale Armutskonzept von Amartya Sen stützt, ob von Armut betroffene Personen eigenständige Lebensstile aufweisen, die sich von anderen Bevölkerungsgruppen unterscheiden. Auf Basis der Daten des ALLBUS 2004 werden zur Reduktion der Daten Faktorenanalysen und zur Bestimmung der Lebensstile Varianzanalysen durchgeführt. Im Ergebnis wird deutlich, dass Armut zwar einen signifikanten Einfluss auf die Lebensstile hat, jedoch eigenen spezifischen Lebensstile ausgemacht werden können.

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EBOOK   9783836611312

Möglichkeiten der Integration unterschiedlicher Methoden mediativer KonfliktbearbeitungEin konzeptioneller Vorschlag. E-book. Formato PDF Karim P. Fathi   -  Diplomica Verlag, 2017  - 

Im Zeitalter der Globalisierung wird die Konfliktbewältigung eine immer wichtigere Kompetenz, die in den letzten Jahren eine große Vielfalt unterschiedlicher Methoden mit wachsender Professionalisierung mit sich brachte. Hieraus erwächst nicht nur die Einsicht, dass eine Welt immer komplexerer Konflikte neuer Methoden der Konfliktbewältigung bedarf. Zunehmend sind auch Ansätze von Nöten, die unübersichtliche Vielfalt bestehender Methoden zu integrieren. Im Rahmen der vorliegenden Studie werden Möglichkeiten untersucht, repräsentative Ansätze aus der Konflikttransformation (Johan Galtungs Transcend-Methode), des Konfliktmanagement (Friedrich Glasl) und der Konfliktlösung (Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg) in ein Gesamtkonzept zu integrieren. Welchen Beitrag leisten die unterschiedlichen Methoden für Theorie und Praxis im Allgemeinen? Welche Grenzen haben die jeweiligen Methoden und wie können sie einander ergänzen? Den theoretischen Rahmen für ein holistisches Grundgerüst liefert der Integrale Ansatz von Ken Wilber, der mit seiner "Theorie von Allem" erste souveräne Schritte in einen im Entstehen begriffenen Holismusdiskurs beschreitet. Unter Wilbers Prämisse, dass eine menschliche Einsicht nie zu 100% falsch sein kann, könnte der bislang wenig beachteten Epistemologie eine neue Stellung in der Friedensforschung zukommen. Wo aber liegen die Grenzen und insbesondere die Möglichkeiten des Integralen Ansatzes bei der epistemologischen und heuristischen Integrierung unterschiedlicher Methoden mediativer Konfliktbearbeitung? Worin bestehen Anreize für eine weiterführende holistisch ausgerichtete Forschung? Erste Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die vorliegende Studie von Karim Fathi.

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