Rudi eBooks
eBooks di Rudi editi da Traugott Bautz
Fauler Apfel Salafismusoder die kulturelle Evolution. E-book. Formato PDF Rudi Rembold - Traugott Bautz, 2022 -
Darwin hat uns die Natur als einen Entwicklungsprozess erklärt. Die Natur und damit wir begannen aus dem Nichts und waren immer ein Zwischenzustand einer fortdauernden Entwicklung. Auch die Kultur, die wir uns erfanden, ist nichts anderes als das Ergebnis eines weiteren Entwicklungsprozesses - eine kulturelle Evolution.Erst als wir aufstanden und Steine als Werkzeuge nutzten, knüpften wir feinmotorisch genügend synaptische Verbindungen, um unserem Denken Beine zu machen. Dann ging es Schlag auf Schlag. Beim Schnitzen der schelklinger Venus brachte uns dieses Figürchen auf Ideen und ließ uns Geschichten erfinden. So kam in Gang, was wir heute kulturelle Evolution nennen.Bald darauf duckten wir unser Königsideal Gilgamesch in Tonplatten. Und als wir tatsachlich schreiben gelernt hatten, schrieb einer vom ändern ab. erfand Kult nach Kult. Gilgamesch, Bibel, Kamasutra, Vinaya, Evangelien und der Koran. All das Erfundene und Weitergesponnene drehte sich um überweltliche Lenkung, wollte Gruppen ordnen. Bis wir begriffen, dass wir nur im Alltäglichen leben.Heute nehmen Verirrte, Salafisten, Nationalisten und andere, die alten Kultfantasien wieder vermehrt als bare Münze, finden dort ihre wahre Ordnung. Aber nur Vernunft und Rationalität sind unsere Zukunftschance. Wenn wir nicht dafür werben, überlassen wir den Ideologen das Feld. Dabei ist es an der Zeit. Evolution systematisch weiterzudenken, das na aus sich selbst lebende Prinzip zu begreifen. Ob komplex oder naiv, brutal oder ethisch korrekt, was wir tun treibt ms an. Lassen wir unseren Kulturprozess ungestört weiterlaufen, wird der Verstand zum Totengräber der Naturevolution. Nur wer in dieser Veränderungskultur angepasst agiert wird auch überleben o surviving of the fittest. Sagte das nicht Darwin?
WRWlt - o UrakkordDie Welten des Richard Dehmel. E-book. Formato PDF Rüdiger Schütt - Traugott Bautz, 2022 -
Die erste Richard Dehmel gewidmete Ausstellung der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek fand schon 1930, zehn Jahre nach seinem Tode, statt. Sie gab einen allgemeinen Einblick in den umfangreichen und in mehrfacher Hinsicht bedeutsamen Nachlass des Dichters, der bald nach dessen Tod von Hamburg erworben werden konnte. Hermann Tiemann, der sich intensiv mit Dehmels Nachlass beschäftigt hatte und der nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau der Hamburger Bibliothek leitete, hatte diese kleine, liebevoll arrangierte Ausstellung gestaltet. Er konnte noch die Hilfe Ida Dehmels in Anspruch nehmen, deren eindrucksvolle Persönlichkeit die Bibliothek dann im Jahre 1970 mit einer eigenen Ausstellung würdigte.Ob das jetzige Vorhaben eine Wiederbelebung von Dehmels einstigem Dichterruhm ermöglichen kann, muss dahingestellt bleiben. Sein Nachlass und dessen Präsentation kann jedoch ganz gewiss deutlich machen, dass der Dichter zu seiner Zeit eine hevorragende Stellung im deutschen Geistesleben einnahm und dass der Einfluss, den er ausgeübt hat, nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und noch keineswegs ausreichend untersucht ist.Das bewährte Ausstellungsteam - Mathias Mainholz, Rüdiger Schütt, Sabine Walter, Sabine Henning, Annette Laugwitz - hat auch diesmal wieder Hervorragendes geleistet und mit unverstelltem Blick Einsichten gewinnen können, die traditionelleren Betrachtungsweisen verborgen geblieben sind.Zu danken ist auch Herrn Dr. Harald Weigel, der die Arbeit mit Rat und Tat begleitet hat, den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Restaurierungs- und der Photostelle unserer Bibliothek sowie den Leihgebern, die die Ausstellung durch ihr Entgegenkommen bereichert haben: Familie Rittmayer, Deutsches Literaturachiv Marbach a.N., Bibliothek des Literaturwissenschaftlichen Seminars der Universität Hamburg, Hamburger Kunsthalle, Landesbildstelle Hamburg, Museum für Hamburgische Geschichte, Staatsarchiv Hamburg.